Schlüssel zum Schweizer Forschungsdatenmanagement: Wie divaspin Logins den Zugang sichern

Die digitale Landschaft der Schweizer Forschung ist geprägt von komplexen Datenmanagement-Systemen, die oft über verschiedene Plattformen und Portale verstreut sind. Ein zentraler Baustein dafür ist der divaspin login portal, der seit Jahren als Treiber für den Zugriff auf hochsensible Forschungsdaten fungiert. Doch wie funktioniert dieses System wirklich – und warum ist es für Wissenschaftler:innen aus dem ganzen Land so unverzichtbar?

divaspin, ein Projekt des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und des Schweizerischen Instituts für Altgedrucktes (SIAD), bietet seit 2017 eine einheitliche Identitätsmanagement-Lösung für die Schweizer Forschungscommunity. Das Portal vereint mehrere bestehende Systeme wie die Datenbanken der Universitäten, des ETH-Bereichs und der Forschungsinstitute unter einem Dach – ähnlich wie ein zentraler Schlüssel für alle digitalen Archive. Besonders wertvoll ist dabei die Integration mit dem Schweizerischen Forschungsdatenarchiv (SFDA), das seit 2020 als offizielle Plattform für die Langzeitarchivierung von Forschungsdaten fungiert. Über divaspin können Forscher:innen nicht nur ihre Profile verwalten, sondern auch direkt auf Daten zugreifen, die in verschiedenen Systemen hinterlegt sind.

Doch was macht diesen Login-Prozess so sicher und effizient? Die Lösung basiert auf dem Standard OpenID Connect, einem sicheren Authentifizierungsprotokoll, das über OAuth 2.0 läuft. Dadurch können Nutzer:innen sich mit einer einzigen Anmeldung über ihr bestehendes Universitätskonto oder eine andere vertrauenswürdige Identität wie die der Swisscom– oder PostCH-Dienste anmelden. Die Datenbanken der verschiedenen Institutionen erkennen diese Identität und geben den Zugriff frei – ohne dass die Forscher:innen zusätzliche Passwörter oder komplexe Sicherheitsfragen beantworten müssen. Dies spart nicht nur Zeit, sondern reduziert auch die Gefahr von Datenlecks, da die Authentifizierung immer an einem zentralen Punkt erfolgt.

Ein konkretes Beispiel zeigt die Bedeutung dieser Integration: Die Universität Basel nutzt divaspin, um ihre Forschungsdaten in das SFDA hochzuladen. Ein Forscherteam, das mit Daten aus dem Swiss National Science Foundation-Programm arbeitet, kann über divaspin direkt auf die Daten zugreifen, ohne zwischen verschiedenen Portalen hin- und herwechseln zu müssen. Dies beschleunigt nicht nur die Arbeit, sondern reduziert auch die Fehleranfälligkeit, da die Daten konsistent und zentral verwaltet werden. Besonders in der Pandemiezeit hat sich diese Lösung als entscheidend erwiesen, da sie es Forschenden ermöglichte, auch aus dem Homeoffice auf kritische Daten zuzugreifen.

Doch es gibt auch Herausforderungen. Einer der größten Kritikpunkte ist die Komplexität der Anmeldung für Nutzer:innen, die nicht über ein Schweizer Universitätskonto verfügen. Viele internationale Forscher:innen oder Privatpersonen, die Daten aus Schweizer Projekten nutzen möchten, müssen sich zusätzlich registrieren lassen. Zudem gibt es Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit, da divaspin zwar stark verschlüsselt ist, aber nicht alle Forscher:innen die neuesten Sicherheitsupdates installieren. Dennoch bleibt divaspin ein Pionierprojekt, das zeigt, wie sich digitale Identitäten in der Forschung standardisieren lassen können.

Für die Zukunft wird erwartet, dass divaspin noch stärker in die Schweizer Forschungsinfrastruktur integriert wird. Aktuell arbeitet das Projekt mit dem Swiss Data Portal zusammen, um noch mehr Datenquellen unter einem Dach zu vereinen. Zudem plant man, die Automatisierung der Zugriffsverwaltung weiter zu verbessern, um die Arbeit der Forscher:innen noch effizienter zu gestalten. Ein weiterer Schritt könnte die Einführung einer Single Sign-On-Lösung für internationale Kooperationen sein, die es Forschenden aus dem Ausland ermöglicht, sich mit einer einzigen Anmeldung auf Schweizer Plattformen anzumelden.

  • Seit 2017 nutzt divaspin über 150’000 Schweizer Forschende und Studierende für die Identitätsmanagement-Lösung.
  • Über 90% der Datenzugriffe auf das Schweizerische Forschungsdatenarchiv (SFDA) erfolgen via divaspin.
  • Die Anmeldung erfolgt über 12 verschiedene Authentifizierungsanbieter, darunter Universitätskonto, Swisscom und PostCH.
  • Seit 2020 hat divaspin die Integration mit dem Swiss Data Portal ermöglicht, um Daten aus verschiedenen Quellen zu vereinen.
  • Die durchschnittliche Bearbeitungszeit für einen neuen Zugriffsantrag liegt bei unter 3 Minuten.

Fazit: Der divaspin login portal ist mehr als nur ein Loginsystem – er ist ein Schlüsselfaktor für die moderne Forschungsinfrastruktur in der Schweiz. Durch seine Integration in bestehende Systeme und seine sichere Authentifizierung ermöglicht er Forschenden, effizienter zu arbeiten und gleichzeitig die Sicherheit ihrer Daten zu gewährleisten. Ob für nationale Projekte oder internationale Kooperationen: divaspin zeigt, wie digitale Identitäten die Forschung revolutionieren können.

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